Das Gespräch wurde von zwei Personen aus dem Fachbereich geführt, es war keine Personalerin anwesend. Zu Beginn gab es die übliche Vorstellungsrunde, in der ich mich und meinen beruflichen Hintergrund präsentierte. Die beiden Interviewer stellten sich ebenfalls vor und gaben einen kurzen Einblick in ihre Rollen im Unternehmen.
Überraschenderweise wurden mir keine fachlichen Fragen gestellt, was mich etwas verwirrte, da ich mich intensiv auf technische Details der Position vorbereitet hatte. Stattdessen verlief das Gespräch eher allgemein, was den Eindruck erweckte, dass der Fokus weniger auf meinen fachlichen Fähigkeiten lag.
Eine meiner Fragen war, ob die zu besetzende Stelle neu geschaffen wurde oder ob jemand zuvor in dieser Position war. Die Antwort war, dass die vorherige Person gewechselt hatte. Neugierig fragte ich weiter, was diese Person besonders gut gemacht habe. Die Antwort des Interviewers – „gar nichts“ – traf mich unerwartet. Ich schätze Offenheit und klare Ansagen sehr, aber diese Aussage empfand ich als respektlos gegenüber der ehemaligen Kollegin oder dem ehemaligen Kollegen. Es ließ mich an der Unternehmenskultur zweifeln, da ich Wert auf ein respektvolles Miteinander lege.
Am Ende des Gesprächs wurde ich nach meinen Gehaltsvorstellungen gefragt. Das überraschte mich, da ich diese bereits klar und deutlich in meiner Bewerbung angegeben hatte. Diese Nachfrage ließ mich vermuten, dass die Interviewer meine Unterlagen nicht gründlich gelesen hatten, was einen unvorbereiteten Eindruck hinterließ.
Insgesamt war das Vorstellungsgespräch eine gemischte Erfahrung. Die direkte Kommunikation mit dem Fachbereich fand ich positiv, doch die respektlose Äußerung über die Vorgängerin oder den Vorgänger sowie die Nachfrage nach bereits kommunizierten Informationen hinterließen einen zwiespältigen Eindruck.