Ich wurde zuerst per E-Mail von einem Recruiter von Google kontakiert. "Hello from Google", fast wie eine Spam-Mail...
Die zwei Telefoninterviews mit Google Docs, um Code zu schreiben. Von den Algorithmen her ziemlich leicht, ungefähr genauso viel Wissen zur Syntax der Programmiersprache wie Kenntnisse zu Algorithmen.
Im ersten Interview gab es ein paar Fragen zum Code (beispielsweise zum Einbau von atoi) und einige Fragen abseits des Codes (beispielsweise dazu, wie man eine Funktion schreibt, mit der sich aus einer unendlichen Zahl von Nummern Elemente mit der gleichen Wahrscheinlichkeit heraussuchen lassen); im zweiten gab es nur eine Code-Frage und eine Frage zum Design.
Es hat ein/zwei Wochen gedauert, bis ich die Ergebnisse der Gespräche vorliegen hatte.
Vorher hatte mir der Recruiter eine Liste mit Hinweisen für die Interviews geschickt, beim Googlen stellte sich aber heraus, dass es nur eine Kopie eine Blogbeitrags war, den jemand gemacht hatte. In diesem Post heißt es, dann man sich unter anderem mit den Details von balancierten Bäumen (vor allem B- und AVL-Bäumen) oder MapReduce auskennen sollte. Nichts davon wurde explizit abgefragt (obwohl es sicher trotzdem sinnvoll zu wissen ist).
Dann gab es fünf Vor-Ort-Interviews an einem einzigen Tag. Das wurde innerhalb von einer Woche schnell organisiert.
Google hat das Hotel gebucht (mir aber nicht gesagt, welches und die Bestätigung kam als Spam, wiedereinmal)
Drei Interviews vor dem Mittagessen, dann Essen in der Google-Kantine, dann zwei weitere. Jedes hatte ein/zwei "große" Fragen, bei der man einen Algorithmus finden oder ein Problem lösen musste.
Die Fragen waren einfacher als die Probleme, die man üblicherweise in Wettbewerben wie Projekt Euler oder IOI bearbeiten muss (weniger Mathe). Auf der anderen Seite, musste man mit sie vor Menschen und ohne Computer lösen :(