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      Bauleiter Interview

      5 Jun 2025
      Anonymous interview candidate
      Köln
      No offer
      Negative experience
      Average interview

      Application

      I applied online. The process took 2 months. I interviewed at Fastned (Köln) in Aug 2024

      Interview

      Bewerbungsprozess im Sommer 2024. Der Bewerbungsprozess begann mit einem etwa 15- bis 20-minütigen Gespräch mit der HR Abteilung. Dieses verlief angenehm und professionell. Wir sprachen über die ausgeschriebene Stelle, meine Vorkenntnisse, die Anforderungen, meine Gehaltsvorstellungen und den weiteren Bewerbungsprozess. Das zweite Gespräch fand ein wenig später statt, diesmal mit dem Teamleiter sowie einer zukünftigen Kollegin aus dem Team. In dem rund einstündigen Austausch ging es zunächst um ein gegenseitiges Kennenlernen, die Unternehmenskultur sowie die Arbeitsweise. Anschließend wurde die Position im Detail vorgestellt. Auch wenn einige kritischere Fragen gestellt wurden, verlief das Gespräch durchweg wertschätzend und auf Augenhöhe, so wie man es in einem professionellen Bewerbungsprozess erwarten darf. Im Anschluss wurde mir eine Case Study übermittelt. Ziel war es, den gesamten Bauprozess einer Ladestation anhand bereitgestellter Pläne zu skizzieren. Ich investierte rund zwei Tage in die Ausarbeitung und präsentierte meine Ergebnisse persönlich am Standort in Köln. Dafür reiste ich aus München an und lernte vor Ort die Country Managerin, den Teamleiter sowie weitere Mitglieder des Teams kennen. Auch dieses Treffen verlief angenehm und offen. Die Vorstellung meines Cases lief gut, und ich ging davon aus, die Stelle angeboten zu bekommen. Die Absage kam dennoch, begründet mit angeblichen Zweifeln meinerseits an einer langfristigen Bindung. Konkret hatte ich im Gespräch offen die Frage gestellt, inwiefern sich der serielle Aufbau von Ladestationen über mehrere Jahre hinweg eventuell als monoton empfinden ließe und welche Möglichkeiten es zur Weiterentwicklung innerhalb des Unternehmens gäbe. Diese Nachfragen wurden offenbar als Desinteresse oder als Zeichen fehlender Bindung interpretiert, sinngemäß nach dem Motto: "Er bleibt wahrscheinlich eh nur zwei Jahre." Auch die Tatsache, dass ich anmerkte, Köln noch nicht zu kennen und offen sagte, dass ich mir einen Umzug gut überlegen müsste (aber natürlich sehr interessiert sei, sonst hätte ich nicht den gesamten Bewerbungsprozess auf mich genommen) könnte zu dieser Entscheidung beigetragen haben. Ich hätte in einem dynamischen Start up oder Scale up Umfeld ein offeneres Mindset erwartet, insbesondere gegenüber ehrlichem Interesse an Entwicklungsmöglichkeiten. Das dies als negativ aufgefasst wurde, fand ich schade. Was mich im Nachhinein jedoch besonders enttäuscht hat, war der Umgang mit den Reisekosten. Ich hatte meine Reise nach Köln mit einem privaten Aufenthalt verbunden, wodurch mir nur geringe Mehrkosten von ca. 60 € entstanden sind. Die Erstattung wurde mir zugesagt, wie gesetzlich ja auch vorgeschrieben. Trotz zweifacher höflicher Erinnerung erhielt ich letztlich keine Rückmeldung mehr. Auch wenn es mir finanziell nicht wehgetan hat, hinterlässt dieses Verhalten einen sehr schlechten Eindruck. Wenn selbst kleine Zusagen nicht eingehalten werden, wirft das Fragen zur Unternehmenskultur auf. Insgesamt fühle ich mich im Prozess nicht wertschätzend behandelt. Ich habe viel Zeit und Energie in die Bewerbung investiert, drei Gespräche geführt, eine aufwändige Case Study vorbereitet und sogar meinen Urlaub angepasst. Die Absage wegen vermeintlichem Desinteresse ist für mich schwer nachvollziehbar, und der unangemessene Umgang mit den Reisekosten nach der Absage hinterlassen leider einen bitteren Nachgeschmack, obwohl der Bewerbungsprozess insgesamt professionell war.

      Interview questions [1]

      Question 1

      Case Study Bau einer Ladestation
      Answer question

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